Cholesterinwerte senken


Was hilft wirklich?
Cholesterinwerte senken
michealjung/Shutterstock

Erhöhte Cholesterinwerte können die Gefäße verkalken und erhöhen somit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Besonders Menschen mit Diabetes Typ mellitus sind betroffen. Wie man den Cholesterinspiegel langfristig senkt.

Ehrgeiziges Ziel

Fast die Hälfte aller Erwachsenen in Deutschland leidet unter erhöhten Cholesterinwerten. Die Gefahr: Zu hohe Cholesterinwerte erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkte und Schlaganfälle. Besonders gefährlich ist das LDL-Cholestern. Das HDL-Cholesterin hingegen gilt als "gutes" Cholesterin und sollte deshalb vermehrt im Blut vorkommen. Die deutsche Gesellschaft für Kardiologie hat deshalb strenge Grenzwerte für die Cholesterinwerte im Blut festgelegt. Je nach persönlichem Risiko und Vorerkrankungen unterscheiden sich diese Grenzwerte. Sind die Cholesterinwerte zu hoch, werden meist Medikamente - sogenannte Statine - empfohlen. Der Patient kann aber auch selbst viel dazu beitragen, seine Cholesterinwerte zu senken. Besonders effektiv sind dabei regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung.

Weniger rauchen und mehr bewegen

Der Tabak beeinflusst die Menge der Blutfette: LDL-Cholesterin, welches zur Ablagerung des Cholesterins an den Gefäßwänden führt, steigt an. Die Menge des HDL-Cholesterins, welches das Cholesterin hingegen in der Leber absetzt, wird geringer. Auch Bewegung führt dazu, dass das HDL-Cholesterin langfristig ansteigt. Untrainierte beginnen idealerweise drei 15-minütigen Tageseinheiten in der Woche.

Ernährungsgewohnheiten verändern

Auch mit der richtigen Ernährung sinkt das LDL-Cholesterin.  Betroffene sollten viel Gemüse und Vollkornprodukte in ihren Speiseplan integrieren, mit Fetten und Kalorien aber eher sparsam umgehen. Fettes Fleisch, Meeresfrüchte, Innereien, Alkohol, Zucker und Käse werden am besten nur in Maßen verzehrt.

Medikamente richtig anwenden

Eine gesunde Ernährung reduziert die LDL-Werte durchschnittlich nur um ca. zehn Prozent. Deswegen verschreiben Ärzte den Betroffenen oft CSE-Hemmer (Cholesterol-Synthese-Enzym-Hemmer), auch Statine genannt. Zu ihnen gehören Präparate wie Simva-, Ator- und Pravastatin. Sie wirken der Herstellung von Cholesterin in der Leber entgegen. Dass Statine das Herzinfarktrisiko verringern können, beweisen bereits viele große Studien. Bei manchen Risikopatienten können selbst höhere Dosen von Statinen den LDL-Wert nicht unter den Zielwert senken. In diesem Fall kann eine Kombination mit anderen Wirkstoffen sinnvoll sein, um die Blutfette zu senken. Zu diesen Wirkstoffen zählen zum Beispiel Ezetimib oder PCSK9-Hemmer.

Quellen: Deutsche Gesellschaft für Kardiologie

News

Erhöhte Malariagefahr in Namibia
Erhöhte Malariagefahr in Namibia

Deutlich mehr Fälle

Wer in der nächsten Zeit nach Namibia reisen möchte, sollte Mückenschutz und Malariaprophylaxe besonders ernst nehmen. Denn Namibia erlebt derzeit einen ausgeprägten Anstieg von Malaria-Infektionen.   mehr

Gefahr für Nierensteine steigt
Gefahr für Nierensteine steigt

Wenn es immer heißer wird

Mit Nieren- und Harnleitersteinen muss man im Zeiten des Klimawandels auch hierzulande wohl häufiger rechnen. Da hilft nur eins: ausreichend trinken. Ganz besonders gilt das für bestimmte Risikogruppen.   mehr

Formula-Diät senkt Blutzucker

Übergewichtige Frau mixt sich einen Trunk aus dem Pulver einer Formula-Diät.

Nicht nur gegen Speck gut

Formula-Diäten helfen Übergewichtigen beim Abspecken. Bei Menschen mit Typ-2-Diabetes kann der flüssige Mahlzeitenersatz bei strukturierter Anwendung noch mehr: nämlich den Blutzucker senken.   mehr

Hitzefolgen bei Kindern erkennen
Hitzefolgen bei Kindern erkennen

Hitzschlag und Sonnenstich

Ob im Buggy beim Familienspaziergang oder beim Spielen im Sandkasten: Wenn Babys und Kleinkinder der sommerlichen Sonne zu lange ausgesetzt sind, drohen im schlimmsten Fall ein Sonnenstich oder Hitzschlag. Wie erkennt man die ersten Anzeichen, und, vor allem, was ist dann zu tun?   mehr

Kaiserschnitt: Narbe mit Folgen
Kaiserschnitt: Narbe mit Folgen

Wenn die Narbe Probleme macht

Kaiserschnitte sind in Deutschland häufig. 2024 war jede dritte Geburt eine Kaiserschnittentbindung. Neben medizinischen Gründen spielen dabei auch Ängste und Lifestyle-Faktoren eine Rolle. Dass die durch den Kaiserschnitt entstandene Narbe dabei kein rein kosmetisches Problem ist, übersehen dabei viele.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Nahrungsergänzungsmittel

Bild einer Frau, die Nahrungsergänzungsmittel in der Hand hält

Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe – viele Menschen, die ihrer Gesundheit etwas Gutes tun möchten, greifen auf Nahrungsergänzungsmittel zurück. Nicht ohne Grund: Gegen zahlreiche Beschwerden ist der Nutzen von Vitamin- und Nährstoffpräparaten gut belegt. Doch woran erkennt man eigentlich einen Vitaminmangel? Und in welchen Lebensmitteln sind die einzelnen Nährstoffe enthalten? Die Antworten finden Sie hier! Anschauliche Steckbriefe informieren über die beliebtesten Nahrungsergänzungsmittel.

Mehr erfahren

Heilpflanzen A-Z

Heilpflanzen

Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

Mehr erfahren
Apotheke am Neuen Markt
Inhaber Lutz Pieconka
Telefon 04361/34 01
E-Mail mail@apotheke-am-neuen-markt.de