Cholesterinwerte senken


Was hilft wirklich?
Cholesterinwerte senken
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Erhöhte Cholesterinwerte können die Gefäße verkalken und erhöhen somit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Besonders Menschen mit Diabetes Typ mellitus sind betroffen. Wie man den Cholesterinspiegel langfristig senkt.

Ehrgeiziges Ziel

Fast die Hälfte aller Erwachsenen in Deutschland leidet unter erhöhten Cholesterinwerten. Die Gefahr: Zu hohe Cholesterinwerte erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkte und Schlaganfälle. Besonders gefährlich ist das LDL-Cholestern. Das HDL-Cholesterin hingegen gilt als "gutes" Cholesterin und sollte deshalb vermehrt im Blut vorkommen. Die deutsche Gesellschaft für Kardiologie hat deshalb strenge Grenzwerte für die Cholesterinwerte im Blut festgelegt. Je nach persönlichem Risiko und Vorerkrankungen unterscheiden sich diese Grenzwerte. Sind die Cholesterinwerte zu hoch, werden meist Medikamente - sogenannte Statine - empfohlen. Der Patient kann aber auch selbst viel dazu beitragen, seine Cholesterinwerte zu senken. Besonders effektiv sind dabei regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung.

Weniger rauchen und mehr bewegen

Der Tabak beeinflusst die Menge der Blutfette: LDL-Cholesterin, welches zur Ablagerung des Cholesterins an den Gefäßwänden führt, steigt an. Die Menge des HDL-Cholesterins, welches das Cholesterin hingegen in der Leber absetzt, wird geringer. Auch Bewegung führt dazu, dass das HDL-Cholesterin langfristig ansteigt. Untrainierte beginnen idealerweise drei 15-minütigen Tageseinheiten in der Woche.

Ernährungsgewohnheiten verändern

Auch mit der richtigen Ernährung sinkt das LDL-Cholesterin.  Betroffene sollten viel Gemüse und Vollkornprodukte in ihren Speiseplan integrieren, mit Fetten und Kalorien aber eher sparsam umgehen. Fettes Fleisch, Meeresfrüchte, Innereien, Alkohol, Zucker und Käse werden am besten nur in Maßen verzehrt.

Medikamente richtig anwenden

Eine gesunde Ernährung reduziert die LDL-Werte durchschnittlich nur um ca. zehn Prozent. Deswegen verschreiben Ärzte den Betroffenen oft CSE-Hemmer (Cholesterol-Synthese-Enzym-Hemmer), auch Statine genannt. Zu ihnen gehören Präparate wie Simva-, Ator- und Pravastatin. Sie wirken der Herstellung von Cholesterin in der Leber entgegen. Dass Statine das Herzinfarktrisiko verringern können, beweisen bereits viele große Studien. Bei manchen Risikopatienten können selbst höhere Dosen von Statinen den LDL-Wert nicht unter den Zielwert senken. In diesem Fall kann eine Kombination mit anderen Wirkstoffen sinnvoll sein, um die Blutfette zu senken. Zu diesen Wirkstoffen zählen zum Beispiel Ezetimib oder PCSK9-Hemmer.

Quellen: Deutsche Gesellschaft für Kardiologie

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