Lymphdrüsenkrebs im Blickpunkt


Krankheit mit vielen Gesichtern
Lymphdrüsenkrebs im Blickpunkt

Die ersten Anzeichen eines Lymphdrüsenkrebs sind unauffällig: Betroffene fühlen sich schlapp und verlieren an Gewicht, schwitzen in der Nacht und neigen zu Infektionen. Zwar vergrößern sich die Lymphknoten, Schmerzen spüren die Erkrankten aber zunächst keine. Gerade bei den besonders aggressiven Formen kommt es deshalb auf eine sorgfältige Diagnose an.

Heilungschancen abhängig von der Form

Der Lymphdrüsenkrebs hat seinen Namen von den Zellen, die von der bösartigen Erkrankung betroffen sind. Diese Zellen heißen Lymphozyten und gehören zu den weißen Blutkörperchen. Sie sind ein wichtiger Teil des Immunsystems und kommen besonders zahlreich in den Lymphknoten vor. Mediziner sprechen statt vom Lymphdrüsenkrebs von malignen Lymphomen, von denen es zwei Hauptarten gibt. An den nach ihrem Entdecker benannten Hodgkin-Lymphomen erkranken zumeist Jugendliche und junge Erwachsene. Die Heilungschancen für sie sind heute gut. Die so genannten Non-Hodgkin-Lymphome dagegen betreffen meistens Menschen über 60 Jahre. Hier gibt es wiederum sehr unterschiedliche Formen – manche davon sind sehr aggressiv, andere schreiten eher langsam voran.

Vielfältige Behandlungen möglich

Weniger aggressive Erkrankungsformen – so genannte indolente Lymphome – sind in der Regel nicht vollständig heilbar. Sie lassen sich allerdings – beispielsweise mittels Bestrahlungstherapie – am Fortschreiten hindern. „Besonders aggressive Formen nehmen innerhalb weniger Wochen einen akuten, lebensbedrohlichen Verlauf“, erläutert Prof. Dr. Paul La Rosée vom Universitätsklinikum Jena. Sie sind jedoch oft gut mittels Antikörpertherapie behandelbar. Dabei erhalten die Patienten über eine Infusion Antikörper, die sich an die Tumoroberfläche heften. Die Antikörper aktivieren das körpereigene Immunsystem, das die bösartigen Zellen zerstört. Gegen die seltenen und aggressiven Lymphome des zentralen Nervensystems sind Chemotherapie und Stammzelltransplantation die richtigen Mittel.

Von den ersten Anzeichen zur Diagnose

Gerade wegen der vielfältigen Formen und daraus folgenden Therapien ist eine rechtzeitige und genaue Diagnose entscheidend für die Patienten. Die ersten fühlbaren Anzeichen sind sehr unspezifisch, beispielsweise Fieber oder allgemeines Schwächegefühl. Wer für länger als drei Wochen einen vergrößerten Lymphknoten hat, sollte zum Arzt gehen. Der Experte entnimmt während eines kleinen und wenig belastenden Eingriffs einen Lymphknoten direkt unter der Haut. Dieser wird anschließend von einem spezialisierten Pathologen untersucht. Weitere Diagnoseschritte sind die Blut- und Knochenmarkuntersuchung und die Kernspintomographie. Auf Basis der genauen Diagnose lässt sich für jeden einzelnen Patienten der optimale Behandlungsplan erstellen.

News

Nur ein Medikament oder schon Doping?
Blick auf die Beine des Teilnehmerfeldes bei einem Stadtlauf.

Strenge Regeln selbst im Freizeitsport

Wettkämpfe sind nicht nur dem Spitzensport vorbehalten. Auch viele Freizeitsportler*innen messen sich gerne, etwa beim Marathon oder bei Radveranstaltungen. Aber Vorsicht: Auch für sie gelten Anti-Doping-Bestimmungen. Und die sind oft strenger, als vermutet.   mehr

Schützt Lithium vor Demenz?
Schützt Lithium vor Demenz?

Behauptung im Netz

Lithium ist ein starkes Medikament gegen schwere psychische Erkrankungen. Im Netz kursiert aber auch die Behauptung, dass Lithium in geringen Dosen Demenz vorbeugen kann. Was ist dran?   mehr

Faktencheck Krebsdiäten
Faktencheck Krebsdiäten

Nützlich oder schädlich?

Viele Menschen mit Krebs hoffen, den Tumor durch eine spezielle Ernährung beeinflussen zu können. Doch eine neue Leitlinie macht deutlich: Für Krebsdiäten gibt es keinen belegten Nutzen. Und wenn sie zu einer Mangelernährung führen, können sie sogar gefährlich werden.   mehr

Präeklampsie & Co erhöhen Herzrisiko
Präeklampsie & Co erhöhen Herzrisiko

Schwangerschaft mit Folgen

Schwangerschaftskomplikationen müssen nicht nur akut gut beobachtet werden. Betroffene Frauen haben auch lange nach der Geburt ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck und Herzinfarkt.   mehr

So schluckt das Baby seine Arznei
Baby bekommt Flüssigkeit mit  einer nadellosen Spritze eingegeben. So kann man Arzneimittel exakt dosieren.

Spritze statt Löffel

Der Geschmack ist oft übel, die Dosierung knifflig — Kleinkindern und Babys Medikamente zu verabreichen, ist gar nicht so einfach. Folgende Tipps machen es Kindern und Eltern leichter.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Nahrungsergänzungsmittel

Bild einer Frau, die Nahrungsergänzungsmittel in der Hand hält

Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe – viele Menschen, die ihrer Gesundheit etwas Gutes tun möchten, greifen auf Nahrungsergänzungsmittel zurück. Nicht ohne Grund: Gegen zahlreiche Beschwerden ist der Nutzen von Vitamin- und Nährstoffpräparaten gut belegt. Doch woran erkennt man eigentlich einen Vitaminmangel? Und in welchen Lebensmitteln sind die einzelnen Nährstoffe enthalten? Die Antworten finden Sie hier! Anschauliche Steckbriefe informieren über die beliebtesten Nahrungsergänzungsmittel.

Mehr erfahren

Heilpflanzen A-Z

Heilpflanzen

Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

Mehr erfahren
Apotheke am Neuen Markt
Inhaber Lutz Pieconka
Telefon 04361/34 01
E-Mail mail@apotheke-am-neuen-markt.de