Neue Erkenntnisse über ALS


Krankheit mit Demenz verwandt
Neue Erkenntnisse über ALS

Neue Entdeckungen zu der Nervenkrankheit ALS: Die oft tödliche Form der Muskelschwäche weist eine Gemeinsamkeit mit einer seltenen Form der Demenz auf – obwohl ALS-Patienten nicht dement sind.

Ihr berühmtester Patient ist der Astrophysiker Stephen Hawking, doch auch ca. 150.000 weitere Menschen weltweit leiden an der neurodegenerativen Erkrankung ALS (Amyotrophe Lateralsklerose). Forscher vom Leibniz Institut Magdeburg haben mit Hilfe eines neuen Analyseverfahrens gezeigt, dass die ALS und die frontotemporale Demenz eng verwandte Krankheitsbilder sind – auch wenn ALS-Patienten nicht unter Demenz leiden.

Trotz Demenz-Nähe keine kognitiven Einschränkungen bei ALS

Mittels einer funktionellen Kernspintomografie (fMRT) untersuchten Forscher gesunde Probanden und ALS-Patienten ohne Gedächtnisstörung. Diese ergab: Bei den erkrankten Personen funktionierten nicht nur die Hirnregionen schlechter, die für Bewegungen verantwortlich sind, sondern auch solche, die bei einer frontotemporalen Demenz betroffen sind. Dennoch zeigten die Erkrankten keine oder nur geringe Einbußen in ihrer kognitiven Leistungsfähigkeit. Solche Veränderungen des Gehirns wurden damit erstmals nachgewiesen, ohne dass Demenz-Symptome wie Vergesslichkeit bei den Betroffenen vorlagen. Die Verwandtschaft zwischen ALS und der frontotemporalen Demenz könnte Forschern bei der Bekämpfung dieser und ähnlicher neurologischer Erkrankungen helfen.

Weitere Informationen zur Studie

Quelle: Leibniz Institut Magdeburg

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