Zeit für die Umstellung


Schlapp und müde in die Winterzeit
Zeit für die Umstellung

Über das Vor- und Zurückstellen der Uhren ärgern sich immer mehr Deutsche. In einer aktuellen Forsa-Umfrage gaben sie gesundheitliche Probleme bei der Zeitumstellung an.

Nur jeder 6. Deutsche für Zeitumstellung

Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte im September und Oktober zum Thema Zeitumstellung mehr als 3500 Deutsche im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit. Die Zahl der Befürworter eines Zeitenwechsels sank von 25 Prozent im letzten Jahr auf aktuell 17 Prozent. Gegen eine Umstellung der Zeit waren 80 Prozent (2017: 72 Prozent), davon wollte jeder zweite Deutsche eine dauerhafte Sommerzeit.

Gesundheitliche Beschwerden beim Zeitwechsel

Für die permanente Sommerzeit sprachen sich die Befragten hauptsächlich wegen gesundheitlichen Gründen aus: Mehr als drei Viertel leiden nach eigenen Angaben unter Müdigkeit und Schlappheit, fast zwei Drittel führten Schlafprobleme an und vier von zehn Befragten hatten Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren. Jeder elfte Umfrageteilnehmer gab an, unter depressiven Verstimmungen aufgrund der Zeitumstellung zu leiden. DAK-Vorstandschef Andreas Storm ist überzeugt: „Die Abschaffung der Zeitumstellung ist richtig und wichtig. Zahlreiche Menschen leiden unter dem ständigen Wechsel.“

Am kommenden Wochenende ist es wieder soweit: Die Uhren werden in der Nacht vom 27. auf den 28. Oktober eine Stunde auf Winterzeit zurückgestellt. Unklar bleibt, wie es in der Europäischen Union (EU) weitergeht: Ab März 2019 sollen noch einmal in der gesamten EU die Uhren nach Sommerzeit ticken. Entscheiden dann die Länder selbst, ob sie im Herbst auf Winterzeit wechseln oder wird es eine EU-weite Zeitzone geben? Die Zeit wird es zeigen.

Quelle: Ärztezeitung

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