Bei Katzenbissen: Ab zum Arzt


Schwere Infektionen sind häufig
Bei Katzenbissen: Ab zum Arzt

Katzenbisse sehen meist harmlos aus, sind aber fast immer ein Fall für den Arzt. Unbehandelt drohen schwere Infektionen. Doch was macht Katzenbisse so gefährlich und wie sollten sie behandelt werden?

Lange, nadelspitze Zähne punktieren Gewebe

In Deutschland werden jährlich etwa 30.000 bis 40.000 Katzenbisse gemeldet – bei 40 bis 50 Prozent der Betroffenen infiziert sich der Biss. Schuld tragen die langen, nadelspitzen Zähne. Ruth Schäfer, Expertin für Handchirurgie an der BG Klinik in Tübingen erklärt: "Katzen haben auch nicht mehr oder gefährlichere Keime im Maul als andere Tiere. Aber beim Biss gelangen sie tief unter die Haut, an der Hand teilweise bis in die Sehnen und Gelenke." Über den kleinen Bissstellen verschließt sich die Haut schnell wieder, weshalb Katzenbisse zunächst harmlos aussehen. Gefährlich sind die nun tief im Gewebe sitzenden Keime, die unbehandelt schwere Infektionen verursachen und auch Sehnen und Knochen angreifen. Damit sich die Keime nicht weiter im Körper ausbreiten, ist häufig sogar ein chirurgischer Eingriff notwendig.

Mit Katzenbiss sofort zum Arzt

Hat sich die Bissstelle bereits entzündet, droht eine zeitintensive Behandlung. Auf dem Spiel steht unter anderem die Beweglichkeit der betroffenen Gliedmaßen, oder – im Extremfall – sogar deren Verlust. Selbst bei kleinsten Bissspuren sollten Betroffene deshalb sofort einen Arzt aufsuchen – bevor sich die ersten Entzündungszeichen zeigen. Dieser spült die Wunde und entfernt evtl. mit einem Skalpell etwas Gewebe rund um die Bissstelle. Meist kommt der Gebissene auch nicht darum herum, ein Antibiotikum einzunehmen. So lässt sich verhindern, dass sich Keime unbemerkt im Gewebe ausbreiten.

Quelle: Deutsches Ärzteblatt und BG Klinik Tübingen

News

Adipositas: Spürbare Folgen bei Kinderwunsch
Adipositas: Spürbare Folgen bei Kinderwunsch

Einfluss nicht unterschätzen

Die meisten Menschen wissen, dass starkes Übergewicht (Adipositas) nicht gesund ist. Weniger bekannt ist aber, dass Adipositas auch die Chancen auf ein Kind verringern und Schwangerschaften komplizierter machen kann.   mehr

Salz: Verzichten oder ersetzen?
Salz: Verzichten oder ersetzen?

Für Herz und Gefäße

Salzverzicht gehört zu den Basismaßnahmen bei der Behandlung von Bluthochdruck. In manchen Fällen reicht das nicht – dann ist der Salzersatz besser.   mehr

Kurz vorm Ziel am gefährlichsten
Kurz vorm Ziel am gefährlichsten

Herzgefahr beim Marathon

Langstreckenläufe muten dem Herz-Kreislauf-System einiges zu. In seltenen Fällen kann es sogar zu einem Herzstillstand kommen. Männer trifft es dabei bevorzugt – womöglich aufgrund typisch männlicher Persönlichkeitsmerkmale.   mehr

Migräne erhöht Glaukomrisiko

Junge rothaarige Frau bekommt den Augeninnendruck gemessen.

Augen kontrollieren lassen!

Menschen mit Migräne sollten regelmäßig ihre Augen kontrollieren lassen. Denn die Erkrankung macht nicht nur Kopfschmerzen, sie erhöht auch das Risiko für ein Glaukom, d.h. einen grünen Star.   mehr

Kortison in der Selbstmedikation
Person gibt Kortisonsalbe aus einer Tube auf den Finger.

Keine Angst vor Nebenwirkungen

Bei der Anwendung von Kortison fürchten viele Anwender*innen Nebenwirkungen. Ob die Sorge bei der Selbstmedikation berechtigt ist, erklärt die Apothekerkammer Niedersachsen.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Nahrungsergänzungsmittel

Bild einer Frau, die Nahrungsergänzungsmittel in der Hand hält

Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe – viele Menschen, die ihrer Gesundheit etwas Gutes tun möchten, greifen auf Nahrungsergänzungsmittel zurück. Nicht ohne Grund: Gegen zahlreiche Beschwerden ist der Nutzen von Vitamin- und Nährstoffpräparaten gut belegt. Doch woran erkennt man eigentlich einen Vitaminmangel? Und in welchen Lebensmitteln sind die einzelnen Nährstoffe enthalten? Die Antworten finden Sie hier! Anschauliche Steckbriefe informieren über die beliebtesten Nahrungsergänzungsmittel.

Mehr erfahren

Heilpflanzen A-Z

Heilpflanzen

Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

Mehr erfahren
Apotheke am Neuen Markt
Inhaber Lutz Pieconka
Telefon 04361/34 01
E-Mail mail@apotheke-am-neuen-markt.de