Geruchsinn prognostiziert Sterberisiko


Warnzeichen für schwere Krankheit?
Geruchsinn prognostiziert Sterberisiko

Lässt sich mit einem Riechtest der baldige Tod vorhersagen? Ganz so einfach ist es nicht – aber in einer schwedisch-amerikanischen Untersuchung gab es bei gesunden Senioren einen Zusammenhang zwischen gestörtem Geruchssinn und ihrem Versterben innerhalb der nächsten 10 Jahre.

Zusammenhang auch bei vermeintlich Gesunden

Hinweise darauf, dass ein reduzierter Geruchssinn im Zusammenhang mit Erkrankungen steht, gibt es schon länger. Ob es auch einen Zusammenhang zwischen Geruchssinn und Sterberisiko gibt, hat kürzlich eine schwedisch-amerikanische Forschergruppe untersucht. Rund 2300 Menschen über 70 Jahren wurden dafür nach einem Riechtest, bei dem es 12 verschiedene Gerüche zu erkennen gab, in 3 Gruppen eingeteilt (guter/mäßiger/schlechter Geruchssinn) und über ein Jahrzehnt lang nachbeobachtet.

1211 Teilnehmer verstarben im Verlauf von 13 Jahren und wurden aufgrund ihrer vorherigen Riechleistung analysiert. Personen mit einem schlechten Geruchssinn hatten, so die Forscher, ein um 46% höheres Risiko, innerhalb der 10 Jahre nach Riechtest zu versterben. Am höchsten war das Sterberisiko bei den Menschen, die sich selbst zu Beginn als gesund eingestuft hatten. Bei denjenigen, die ihren Gesundheitszustand schon beim Riechtest als schlecht bezeichnet hatten, zeigte der Geruchssinn dagegen keinen Zusammenhang mit dem erhöhten Sterberisiko.

Zusammenhang bleibt häufig unklar

Was das schlechte Riechvermögen zu einem Warnsignal für drohendes Versterben macht, ist unklar. Seit längerem ist zwar bekannt, dass der Geruchssinn bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer Demenz und Morbus Parkinson frühzeitig beeinträchtigt ist. An einer neurodegenerativen Erkrankung verstarben in dieser Untersuchung allerdings nur 22% der Personen. Bei 6% führten die Forscher den Tod auf einen Gewichtsverlust zurück – womöglich getriggert durch den gestörten Geruchssinn und einer damit reduzierten Nahrungsaufnahme. Für die restlichen 72% der Verstorbenen konnten die Forscher keine Erklärung für das erhöhte Sterberisiko bei gestörtem Geruchssinn finden.

Nutzen im klinischen Alltag noch fraglich

Ein schlechtes Riechvermögen kann vor allem bei Senioren in guter gesundheitlicher Verfassung ein frühes Warnsignal für eine heimtückische Erkrankung sein, die schließlich zum Tod führt, folgern die Forscher. In wieweit ein Riechtest im klinischen Alltag nützlich ist, müssen jedoch weitere Untersuchungen klären.

Quellen: Ärzteblatt

News

Adipositas: Spürbare Folgen bei Kinderwunsch
Adipositas: Spürbare Folgen bei Kinderwunsch

Einfluss nicht unterschätzen

Die meisten Menschen wissen, dass starkes Übergewicht (Adipositas) nicht gesund ist. Weniger bekannt ist aber, dass Adipositas auch die Chancen auf ein Kind verringern und Schwangerschaften komplizierter machen kann.   mehr

Salz: Verzichten oder ersetzen?
Salz: Verzichten oder ersetzen?

Für Herz und Gefäße

Salzverzicht gehört zu den Basismaßnahmen bei der Behandlung von Bluthochdruck. In manchen Fällen reicht das nicht – dann ist der Salzersatz besser.   mehr

Kurz vorm Ziel am gefährlichsten
Kurz vorm Ziel am gefährlichsten

Herzgefahr beim Marathon

Langstreckenläufe muten dem Herz-Kreislauf-System einiges zu. In seltenen Fällen kann es sogar zu einem Herzstillstand kommen. Männer trifft es dabei bevorzugt – womöglich aufgrund typisch männlicher Persönlichkeitsmerkmale.   mehr

Migräne erhöht Glaukomrisiko

Junge rothaarige Frau bekommt den Augeninnendruck gemessen.

Augen kontrollieren lassen!

Menschen mit Migräne sollten regelmäßig ihre Augen kontrollieren lassen. Denn die Erkrankung macht nicht nur Kopfschmerzen, sie erhöht auch das Risiko für ein Glaukom, d.h. einen grünen Star.   mehr

Kortison in der Selbstmedikation
Person gibt Kortisonsalbe aus einer Tube auf den Finger.

Keine Angst vor Nebenwirkungen

Bei der Anwendung von Kortison fürchten viele Anwender*innen Nebenwirkungen. Ob die Sorge bei der Selbstmedikation berechtigt ist, erklärt die Apothekerkammer Niedersachsen.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Nahrungsergänzungsmittel

Bild einer Frau, die Nahrungsergänzungsmittel in der Hand hält

Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe – viele Menschen, die ihrer Gesundheit etwas Gutes tun möchten, greifen auf Nahrungsergänzungsmittel zurück. Nicht ohne Grund: Gegen zahlreiche Beschwerden ist der Nutzen von Vitamin- und Nährstoffpräparaten gut belegt. Doch woran erkennt man eigentlich einen Vitaminmangel? Und in welchen Lebensmitteln sind die einzelnen Nährstoffe enthalten? Die Antworten finden Sie hier! Anschauliche Steckbriefe informieren über die beliebtesten Nahrungsergänzungsmittel.

Mehr erfahren

Heilpflanzen A-Z

Heilpflanzen

Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

Mehr erfahren
Apotheke am Neuen Markt
Inhaber Lutz Pieconka
Telefon 04361/34 01
E-Mail mail@apotheke-am-neuen-markt.de