Mit Gemüse gegen Schlaganfall


Weil der Blutdruck sinkt
Mit Gemüse gegen Schlaganfall
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Gemüse ist gesund, auch für das Herz-Kreislauf-System. Wer täglich etwa eine Tasse davon zu sich nimmt, reduziert sein Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall.

Nitratverbindungen weiten Gefäße

Gemüse hat es in sich. Neben Vitaminen und Spurenelementen stecken auch Nitrate in Sellerie, Salat & Co. Aus Nitraten entstehen im Körper Nitratverbindungen, und diese beeinflussen die Gefäße: Sie weiten diese und senken dadurch den Blutdruck. Deshalb werden sie als Medikamente auch zur Behandlung von Bluthochdruckkrisen und Angina pectoris eingesetzt.

Wie stark der Einfluss des Gemüse-Nitrats auf die Herzgesundheit ist, hat nun ein australisches Wissenschafts-Team untersucht. Dazu erfasste es die gemüsebedingte Nitrataufnahme von über 50.000 herzgesunden Personen und teilten diese in fünf Gruppen ein.

Beim Vergleich der Gruppen mit der höchsten bzw. niedrigsten gemüsebedingten Nitrataufnahme (durchschnittlich 141 mg/Tag bzw. 23 mg/Tag) zeigten sich schon zu Beginn der Studie Unterschiede im Blutdruck: Systolisch lag er unter der höchsten Nitratzufuhr um 2,28 mmHg niedriger als bei geringer Nitrataufnahme, diastolisch um 1,38 mmHg.

Hohe Nitrataufnahme, weniger Schlaganfälle

In den darauffolgenden 23 Jahren traten bei den Teilnehmer*innen 14.088 schwere Herz-Kreislauf-Erkankungen auf. Schon ab Gruppe 3 (war das Risiko für einen Schlaganfall um 17% niedriger als bei den Männern und Frauen mit der niedrigsten Nitratzufuhr. Diese Gruppe nahm täglich mit 60 mg eine mittlere Menge von Nitrat auf, was etwa der Menge einer Tasse entspricht. Auch das Risiko, aufgrund einer Herzerkrankung in der Klinik zu landen, reduzierte sich um 15%.

In puncto pAVK (periphere arterielle Verschlusskrankheit) sank das Risiko in der Gruppe mit der höchsten Nitrataufnahme sogar um 35%. Diese positiven Effekte führen die Autor*innen auf die durch das Nitrat verursachte Blutdrucksenkung zurück.

Vorsicht, nicht übertreiben

Nitrate haben allerdings auch eine Kehrseite. Nimmt man zuviel davon auf, entstehen im Körper krebserregende Nitroseverbindungen. Laut dem Bundesamt für Risikobewertung (BfR) gelten jedoch bis zu 222 mg/Tag für einen 60-Kilo-Erwachsenen als unbedenklich.

Quelle: Springer Medizin

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