So dosiert man Tropfen richtig


Auf das Fläschchen kommt´s an
So dosiert man Tropfen richtig
Dmitry Naumov/shutterstock.com

Fläschchen auf und lostropfen: Die Anwendung von Arzneitropfen klingt erst einmal unkompliziert. Wer aber nicht aufpasst, riskiert gefährliche Überdosierungen.

Tropfen oft beliebter als Tabletten

Ob Husten, Schmerzen oder die Rachitisprohylaxe bei Säuglingen: Arzneitropfen lassen sich leichter schlucken als Tabletten und sind vor allem deshalb bei Patient*innen beliebt. Leider ist die Dosierung der Flüssigarzneimittel nicht banal, weshalb es immer wieder zu Anwenderfehlern kommt.

Randtropfer immer schräg halten!

Für die Anwendung von entscheidender Bedeutung ist die Art des Tropffläschchens. Es gibt sogenannte Zentraltropfer und Randtropfer, die beide eine unterschiedliche Handhabung erfordern.

  • Bei den Zentraltropfern ist die Austrittsröhre zentral im Fläschchen angebracht. Der notwendige Belüftungskanal liegt seitlich und ragt weit in die Flasche hinein. Um eine einheitliche Tropfengröße zu gewährleisten, muss das Fläschchen unbedingt senkrecht gehalten werden. Wird sie schräg gehalten, verringert sich die Masse des Tropfens und es droht eine Unterdosierung. Falls beim Senkrechthalten nichts heraustropft, ist wahrscheinlich Flüssigkeit in den seitlichen Belüftungskanal gelangt. Um die Verstopfung zu lösen, tippt man ganz leicht auf den Flaschenboden.
  • Randtropfer haben einen Tropfrand, der um den mittig angebrachten Belüftungskanal verläuft. Diese Fläschchen müssen schräg mit der Abtropfrille nach unten gehalten werden, damit die Tropfen von selbst erscheinen (schräg heißt in diesem Fall in einem Winkel von 45°). Der Neigungswinkel bestimmt auch die Tropfengröße. Schütteln und Klopfen ist verboten, da es die Größe des Tropfens verändert und damit auch die Dosis.

Gilt auch für Pipetten

Im übertragenen Sinn gelten die Empfehlungen auch für Tropfen, die mithilfe einer Pipette dosiert werden. Flache Pipettenspitzen entsprechen Zentraltropfern und sollten bei Tropfenentnahme senkrecht gehalten werden. Runde Pipettenspitzen darf man dagegen fast beliebig neigen.

Quelle: pta heute

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