Schlafmangel macht Teenager dick


Vorsicht Fettsucht
Schlafmangel macht Teenager dick
BearFotos/shutterstock.com

Viele Eltern finden es befremdlich, wenn der Nachwuchs bis in die Puppen in den Federn liegt. Doch jugendliche Langschläfer*innen haben jetzt gute Argumente für ihr Schlafbedürfnis. Schlafen sie zu wenig, droht eine ungesunde Gewichtszunahme.

Teenager schlafen zu wenig

Wenn Teenager am Wochenende erst gegen Mittag ihr Bett verlassen, gelten sie schnell als träge. Doch das lange Schlafen hat durchaus seine Berechtigung, wie eine groß angelegte spanische Untersuchung gezeigt hat. Darin maßen knapp 1300 Kinder und Jugendliche eine Woche lang ihre Schlafdauer mithilfe eines Wearables. Insgesamt geschah das jeweils drei Mal: Und zwar im Alter von 12, 14 und 16 Jahren.

Die durchschnittliche Schlafdauer wurde in eine von drei Kategorien eingeteilt: Sehr kurze Schläfer*innen kamen auf weniger als sieben Stunden, kurze Schläfer*innen auf sieben bis acht Stunden und optimale Schläfer*innen auf acht oder mehr Stunden Schlummer.

Eine optimale Schlafdauer von mehr als acht Stunden hatten nur 34% der Zwölfjährigen. Bei den Älteren reduzierte sich dieser Anteil noch weiter: Nur 23% der 14-Jährigen und 19% der 16-Jährigen schliefen länger als acht Stunden.

Mehr Pfunde und schlechtere Blutfette

Zu wenig schlafen wirkte sich in allen Altersgruppen auf das Körpergewicht aus. Sehr kurze Schläfer*innen hatten mit 12 Jahren ein um 21% erhöhtes Risiko, übergewichtig oder gar fettleibig zu sein. Bei den 14-Jährigen stieg die Gefahr für überflüssige Pfunde sogar um 72%. Weniger stark, aber ebenfalls erhöht war das Übergewichtsrisiko für die kurzen Schläfer*innen.

Doch nicht nur das Gewicht war bei vielen Kurzschläfer*innen zu hoch. Sie wiesen im Vergleich zu den Optimalschläfer*innen schlechtere Blutfette und Blutzuckerwerte auf, außerdem litten sie häufig unter erhöhten Blutdruckwerten.

Kalorienzufuhr ohne Einfluss

Der Zusammenhang zwischen der Schlafdauer und den ungünstigen Folgen auf Gewicht und Stoffwechsel war unabhängig davon, wie hoch die Energiezufuhr war. Auch die körperliche Aktivität hatte keinen Einfluss auf die negativen Auswirkungen des Schlafmangels, betonen die Forscher*innen.

Quelle: Kardiologie.org

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