Notfallspray richtig einsetzen


Bedrohlicher Asthma-Anfall
Notfallspray richtig einsetzen
mauritius images/Dmytro Zinkevych/Alamy/Alamy Stock Photos

Bei einem Asthma-Notfall hilft nur eins: Die verengten Atemwege schnell wieder zu erweitern. Mit einem Notfallspray gelingt dies in wenigen Minuten – vorausgesetzt, man wendet es richtig an.

Auslöser sind Allergene, Infekte oder Stress

Trotz der Dauertherapie mit Asthmamedikamenten und Kortison kann es bei Asthmapatient*innen zu einem akuten Asthma-Notfall kommen. Auslöser gibt es viele, z. B. eine Belastung mit Allergenen wie Pollen oder Tierhaaren. Beim nicht-allergischen Asthma können Infekte, Stress und Umweltfaktoren dazu führen, dass es auf einmal eng wird in den Bronchien.

Meist kündigt sich der Asthma-Notfall an. Typisch sind

  • das Gefühl, schlecht Luft zu bekommen
  • ein vermehrter Hustenreiz
  • erschwertes Ausatmen
  • pfeifende Geräusche beim Ausatmen.

Schütteln, einatmen, sprayen, Luft anhalten

Bemerkt man bei sich oder seinem Kind diese Anzeichen, heißt es Ruhe bewahren und zum Notfallspray zu greifen. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um ein Dosieraerosol mit einem bronchienerweiternden Wirkstoff, einem Betamimetikum. Dieser erregt spezielle Betarezeptoren in der Bronchialmuskulatur und führt dazu, dass sich die Bronchien wieder entspannen – die Betroffene bekommt wieder Luft.

Bei der Anwendung der Dosieraerosole ist Folgendes zu beachten:

  • Spray im Sitzen oder Stehen anwenden, damit es besser eingeatmet werden kann.
  • Schutzkappe entfernen. Wird das Dosieraerosol zum ersten Mal angewendet, löst man bis zu vier Sprühstöße in die Luft aus, um sicherzustellen, dass es funktioniert.
  • Aerosol senkrecht zwischen Daumen (unten am Mundstück) und Zeigefinger halten, der Behälterboden zeigt nach oben. Kräftig schütteln.
  • Entspannt ausatmen, Kopf leicht zurückneigen.
  • Das Mundstück des Dosieraerosols mit den Lippen umschließen. Mit dem Beginn des gleichmäßigen Einatmens durch Druck von Daumen und Zeigefinger den Hub auslösen und das abgegebene Spray inhalieren.
  • Atem etwa für 5-10 Sekunden anhalten.
  • Anschließend langsam durch die fast geschlossenen Lippen ausatmen. Auf diese Weise entsteht ein leichter Druck in der Mundhöhle, durch den das Spray besser in die unteren Atemwege gelangt.

Je nach Präparat und Verordnung sind meist 1 bis 2 Sprühstoße empfohlen. Ist nach fünf bis zehn Minuten keine Besserung eingetreten, sollte die Anwendung wiederholt werden. Bleibt die Atemnot bestehen, muss man die Notärzt*in rufen.

An festem Platz aufbewahren

Für den Notfall sollte man das Asthma-Spray möglichst schnell zur Hand haben. Deshalb ist es ratsam, das Notfallmedikament immer bei sich zu tragen. Feste Aufbewahrungsplätze zuhause, in der Sporttasche oder am Arbeitsplatz sind ebenfalls hilfreich. Wichtig ist, dass auch Familienangehörige und Freunde wissen, wo das Spray zu finden ist. Zudem sollte man die Medikamente regelmäßig auf ihre Haltbarkeit überprüfen und rechtzeitig austauschen.

Quelle: Deutsche Atemwegs Liga, pta heute

News

Verhütung in der Perimenopause
Verhütung in der Perimenopause

Passt die Methode noch?

Nähert sich eine Frau den Wechseljahren, nimmt die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft ab. Muss dann noch verhütet werden und wenn ja, mit welcher Methode?   mehr

Impfungen im Herbst
Impfungen im Herbst

Hochsaison für Infektionen

In der kalten Jahreszeit nehmen Atemwegsinfekte wieder zu. Für viele Menschen sind jetzt Impfungen empfohlen. Was hat sich geändert und wo gibt es gute Informationen?    mehr

Kühlkappe schützt die Haare
Kühlkappe schützt die Haare

Haarausfall bei Chemotherapie

Haarausfall ist eine belastende Nebenwirkung einer Chemotherapie. Durch eine Kühlung der Kopfhaut lässt sich der Haarausfall verringern – doch nicht alle profitieren.   mehr

Mit Creme gegen Jucken und Schmerz

Jemand kratzt sich mit der einen Hand das stark juckende chronische Handekzem der anderen Hand auf.

Chronisches Handekzem

Mit starkem Juckreiz und Schmerzen ist ein chronisches Handekzem sehr belastend für die Betroffenen. Eine 2024 zugelassene Creme lindert die Beschwerden innerhalb weniger Tage.   mehr

Gut geschützt gegen RSV
Gut geschützt gegen RSV

Per Impfung oder Antikörpergabe

Respiratorische Synzytial-Viren, kurz RSV, sind eigentlich harmlose Erkältungsviren. Bei Säuglingen drohen bei einer Infektion aber schwere Verläufe. Was schützt besser: die Impfung oder die Gabe von Antikörpern?   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Nahrungsergänzungsmittel

Bild einer Frau, die Nahrungsergänzungsmittel in der Hand hält

Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe – viele Menschen, die ihrer Gesundheit etwas Gutes tun möchten, greifen auf Nahrungsergänzungsmittel zurück. Nicht ohne Grund: Gegen zahlreiche Beschwerden ist der Nutzen von Vitamin- und Nährstoffpräparaten gut belegt. Doch woran erkennt man eigentlich einen Vitaminmangel? Und in welchen Lebensmitteln sind die einzelnen Nährstoffe enthalten? Die Antworten finden Sie hier! Anschauliche Steckbriefe informieren über die beliebtesten Nahrungsergänzungsmittel.

Mehr erfahren

Heilpflanzen A-Z

Heilpflanzen

Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

Mehr erfahren
Apotheke am Neuen Markt
Inhaber Lutz Pieconka
Telefon 04361/34 01
E-Mail mail@apotheke-am-neuen-markt.de