Mit Kiwi auf Toilette


Gesundes Abführmittel
Frau mit aufgeschnittenen Kiwis in der Hand.
mauritius images / Westend61 / Javier Sánchez Mingorance

Menschen, die von Verstopfung geplagt werden, greifen häufig zu Abführmitteln. Die können jedoch unangenehme Nebenwirkungen wie Blähungen oder Bauchschmerzen auslösen. Verträglicher und ebenfalls effektiv sind Kiwis.

Mehr als ein Drittel der Älteren betroffen

Darmträgheit ist weit verbreitet. Bis zu 20% der Bevölkerung kennen das Problem, und von den Menschen über 65 Jahren sollen 30 bis 40 % regelmäßig darunter leiden. In den meisten Fällen gibt es keine krankhafte Ursache für die Verstopfung. Zur Behandlung werden zahlreiche Optionen empfohlen. Neben Abführmitteln gehören dazu ausreichendes Trinken, mehr Bewegung und ballaststoffreiche Nahrung.

Wer ohne Abführmittel seinen Darm auf Trab bringen möchte, kann es mit Kiwis probieren. Die chinesische Stachelfrucht scheint positive Auswirkungen auf den Darm zu haben: Schon zwei Früchte am Tag führten in einer neuseeländischen Studie bei Menschen mit Verstopfung zu deutlich mehr Stuhlentleerung.

Zwei Kiwis täglich bringen den Darm auf Trab

Insgesamt haben bei der Untersuchung 184 Teilnehmer*innen mitgemacht: 60 litten an einer chronischen Verstopfung, 63 an einem Reizdarmsyndrom vom Verstopfungstyp, und 63 Männer und Frauen wiesen keinerlei Verdauungsprobleme auf. Alle aßen vier Wochen lang zwei Kiwis täglich, weitere vier Wochen wurde zum Vergleich abführende Flohsamenschalen eingenommen.

Unter der Kiwitherapie hatten die chronisch Verstopften durchschnittlich eineinhalb Stuhlentleerungen mehr pro Woche. Das war signifikant mehr als unter Flohsamen – mithilfe des Abführmittels berichteten die Teilnehmer*innen nur von 0,7 Stuhlentleerungen mehr pro Woche. Bei den Reizdarmpatient*innen besserte sich die Stuhlentleerung ebenfalls, allerdings nicht so deutlich. Die Gesunden merkten von den Kiwis keinen Effekt.

Schleimproduktion im Darm wird gesteigert

Auch subjektiv wirkte die Kiwi: Sowohl Verstopfte als auch Reizdarmpatient*innen zeigten eine signifikante Verbesserung auf der Darmwohlbefinden-Skala. Flohsamen schafften das nur bei denjenigen, die unter Reizdarm litten. Für das etwas bessere Abschneiden der Kiwi gegenüber Flohsamen gibt es eine Erklärung: Die aus China stammende „Stachelfrucht“ liefert nicht nur aufquellende Ballaststoffe – sie enthält eine Substanz, die die Schleimproduktion im Darm anregt und damit auch die Verdauung verbessert.

Quelle: Springer Medizin

News

Impfungen im Herbst
Impfungen im Herbst

Hochsaison für Infektionen

In der kalten Jahreszeit nehmen Atemwegsinfekte wieder zu. Für viele Menschen sind jetzt Impfungen empfohlen. Was hat sich geändert und wo gibt es gute Informationen?    mehr

Kühlkappe schützt die Haare
Kühlkappe schützt die Haare

Haarausfall bei Chemotherapie

Haarausfall ist eine belastende Nebenwirkung einer Chemotherapie. Durch eine Kühlung der Kopfhaut lässt sich der Haarausfall verringern – doch nicht alle profitieren.   mehr

Mit Creme gegen Jucken und Schmerz

Jemand kratzt sich mit der einen Hand das stark juckende chronische Handekzem der anderen Hand auf.

Chronisches Handekzem

Mit starkem Juckreiz und Schmerzen ist ein chronisches Handekzem sehr belastend für die Betroffenen. Eine 2024 zugelassene Creme lindert die Beschwerden innerhalb weniger Tage.   mehr

Gut geschützt gegen RSV
Gut geschützt gegen RSV

Per Impfung oder Antikörpergabe

Respiratorische Synzytial-Viren, kurz RSV, sind eigentlich harmlose Erkältungsviren. Bei Säuglingen drohen bei einer Infektion aber schwere Verläufe. Was schützt besser: die Impfung oder die Gabe von Antikörpern?   mehr

Sturzgefahr im Alter
Sturzgefahr im Alter

Strategien für mehr Sicherheit

Fast jede vierte Person über 65 stürzt mindestens einmal im Jahr – mit manchmal schweren Folgen. Doch vielen Stürzen lässt sich vorbeugen. Was hilft?   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Nahrungsergänzungsmittel

Bild einer Frau, die Nahrungsergänzungsmittel in der Hand hält

Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe – viele Menschen, die ihrer Gesundheit etwas Gutes tun möchten, greifen auf Nahrungsergänzungsmittel zurück. Nicht ohne Grund: Gegen zahlreiche Beschwerden ist der Nutzen von Vitamin- und Nährstoffpräparaten gut belegt. Doch woran erkennt man eigentlich einen Vitaminmangel? Und in welchen Lebensmitteln sind die einzelnen Nährstoffe enthalten? Die Antworten finden Sie hier! Anschauliche Steckbriefe informieren über die beliebtesten Nahrungsergänzungsmittel.

Mehr erfahren

Heilpflanzen A-Z

Heilpflanzen

Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

Mehr erfahren
Apotheke am Neuen Markt
Inhaber Lutz Pieconka
Telefon 04361/34 01
E-Mail mail@apotheke-am-neuen-markt.de