Herzerkrankungen bei Frauen vorbeugen


Wie bleibt das Herz gesund?
Ein Arzt zeigt einer Patientin ein Modell-Herz.
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Die Herzen von Frauen und Männern unterscheiden sich – und damit sind manche Herzkrankheiten bei Frauen anders ausgeprägt. Was genau sind die Unterschiede, und wie kann man Erkrankungen vorbeugen?

Anderes Geschlecht, andere Probleme

Wie bei Männern ist auch bei Frauen die Koronare Herzkrankheit (KHK) das häufigste Herzproblem. Daneben gibt es allerdings Krankheitsbilder, die bei Frauen deutlich häufiger vorkommen. Bei der Stress-Kardiomyopathie, auch Broken Heart Syndrom genannt, treten herzinfarktähnliche Symptome nach emotionaler Belastung auf. Ursächlich ist dabei eine plötzlich auftretende Störung des Herzmuskels. Am häufigsten sind Frauen nach den Wechseljahren betroffen. Auch in Punkto Herzinsuffizienz sind Frauen besonders. Während bei Männern im Alter meist eine Schwäche des Herzmuskels vorliegt, wegen der das Herz nicht genug Blut in den Kreislauf pumpen kann, sind Frauen deutlich häufiger von einer mangelnden Blutfüllung des Herzens betroffen, der sogenannten diastolischen Herzinsuffizienz. Die Ursache dafür liegt in der Anatomie. Frauenherzen sind kleiner und weniger dehnbar – damit füllen sie sich auch schlechter mit Blut.

Auf den Blutdruck achten

Auch beim Thema Bluthochdruck gibt es Geschlechterunterschiede. In jüngeren Jahren wirkt das weibliche Östrogen blutdrucksenkend. In den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel im Blut der Frau. Die Folge: fast jede zweite Frau über 60 Jahren hat einen Bluthochdruck. Doch auch junge Frauen können Probleme mit dem Blutdruck bekommen. Kombipräparate der „Pille“, die sowohl Östrogen als auch Progesteron enthalten, können den Blutdruck steigern. Das passiert bei ungefähr 5 % der Frauen. Noch höher steigt das Risiko für Bluthochdruck, wenn weitere Faktoren vorliegen wie Übergewicht oder Rauchen. Bei der Behandlung von Bluthochdruck reichen bei Frauen oft niedrigere Dosierungen von Betablockern und ACE-Hemmern aus als Männern. Frauen sollten sich also erkundigen, ob die Dosierung auf sie angepasst ist.

Jeder kann vorsorgen

Ein gesunder Lebensstil hilft den Herzen beider Geschlechter: ausreichend Bewegung und Sport, gute Ernährung, Stressreduktion, im besten Fall keine Zigaretten und kein Alkohol. Ein entsprechender Lebensstil sollte möglichst früh, in jedem Fall aber ab dem mittleren Lebensalter gepflegt werden. Zusätzlich können regelmäßige Gesundheits-Check-Ups wahrgenommen werden.  Ab dem 35. Lebensjahr übernehmen die Krankenkassen diese Untersuchung alle 3 Jahre. Vor dem 35. Lebensjahr ist einmalig eine Untersuchung möglich.

Frauenherzen schlagen anders

Frauen und Männer haben auch im Falle eines Herzinfarktes unterschiedliche Symptome. Um darauf aufmerksam zu machen, gibt es den #GoRed Day. Wer am 7.Februar 2025 etwas Rotes trägt und ein Foto davon in den Sozialen Medien postet, macht damit auf Frauenherzgesundheit aufmerksam.

Quelle:Deutsche Herzstiftung

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