Bittere Süße: Stevia


Süßungsmittel mit Nachgeschmack
Bittere Süße: Stevia

Stevia ist seit kurzem als eine gesunde Alternative zu Zucker auf dem Markt. Das „Honigkraut“ hat allerdings eine Schattenseite: einen langanhaltenden, bitteren Nachgeschmack. Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) entdeckten nun die dafür verantwortlichen Geschmacksrezeptoren auf der menschlichen Zunge.

Verschiedene Glykosid-Varianten

Die Extrakte der subtropischen Pflanze Stevia sind bis zu 300mal süßer als herkömmlicher Zucker. Sie enthalten kaum Kalorien und schonen die Zähne. Das Kraut sorgt in hoher Konzentration für eine lakritzartige, bittere Note.

Auf der menschlichen Zunge gibt es mehr Rezeptoren, die bittere Aromen erfassen, also solche, die für den süßen Geschmack zuständig sind. Die Forscher fanden heraus, dass die Geschmacksrezeptoren hTAS2R4 und hTASR14 für den bitteren Nachgeschmack von Stevia verantwortlich sind.

Bitteren Beigeschmack reduzieren

Die Wissenschaftler haben neun Moleküle untersucht, die für den intensiven Geschmack der Pflanze sorgen – die so genannten Stevioglykoside. Wie süß oder bitter die verschiedenen Glykosid-Varianten sind, testeten die Forscher in einem Reagenzglas. Speziell gezüchtete Zellen ersetzten dabei die menschliche Zunge. So konnten die Wissenschaftler die Rezeptortypen ausfindig machen, die auf Stevia reagierten.

„Der bittere Beigeschmack der Stevioglysoide entsteht, indem die Glycoside die beiden Bittergeschmacks-Rezeptorentypen auf der menschlichen Zunge aktivieren“, erklärt Anne Brockhoff vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DlfE). Die neuen Erkenntnisse sollen helfen, einen Weg zu finden, den bitteren Geschmack von Stevia-Produkten zu reduzieren. 

News

Wie sinnvoll ist der Cortisol-Detox?
Wie sinnvoll ist der Cortisol-Detox?

Müde, zu dick und unkonzentriert

Müdigkeit, Gewichtszunahme und Konzentrationsprobleme – etliche Influencer*innen behaupten in den sozialen Medien, dass daran ein „zu hoher Cortisolspiegel“ schuld ist. Empfohlen wird dann meist eine Cortisol-Entgiftung. Das ist allerdings nicht nur medizinisch sinnlos. Manche der propagierten Methoden können sogar gefährlich werden.   mehr

Vitamin-K-Prophylaxe für Babys
Vitamin-K-Prophylaxe für Babys

Verzicht bedeutet Gefahr

Die Vitamin-K-Gabe nach der Geburt schützt Babys vor Gehirnblutungen. Wie wichtig diese Prophylaxe ist, unterstreicht eine schwedische Untersuchung.   mehr

Morgens oder abends schlucken?
Morgens oder abends schlucken?

Mittel gegen hohen Blutdruck

Lange hieß es, Blutdrucksenker sollten morgens eingenommen werden. Dann wurde wieder zur abendlichen Einnahme geraten. Was stimmt denn nun?   mehr

Hitze lässt schneller altern
Zwei gut gelaunte ältere Männer in Liegestühlen an einem tropischen Strand.

Auswirkung auf Lebenserwartung

Die Zeit der Rente an der Sonne verbringen? Einigen erscheint der Gedanke verlockend. Doch Vorsicht: Der Umzug in warme Länder kann unter Umständen die Lebenserwartung verkürzen.   mehr

Hitzestress bei Depression
Hitzestress bei Depression

Was ist die Ursache?

Menschen mit Depressionen leiden häufiger unter Hitze. Doch warum ist das so?    mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Nahrungsergänzungsmittel

Bild einer Frau, die Nahrungsergänzungsmittel in der Hand hält

Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe – viele Menschen, die ihrer Gesundheit etwas Gutes tun möchten, greifen auf Nahrungsergänzungsmittel zurück. Nicht ohne Grund: Gegen zahlreiche Beschwerden ist der Nutzen von Vitamin- und Nährstoffpräparaten gut belegt. Doch woran erkennt man eigentlich einen Vitaminmangel? Und in welchen Lebensmitteln sind die einzelnen Nährstoffe enthalten? Die Antworten finden Sie hier! Anschauliche Steckbriefe informieren über die beliebtesten Nahrungsergänzungsmittel.

Mehr erfahren

Heilpflanzen A-Z

Heilpflanzen

Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

Mehr erfahren
Apotheke am Neuen Markt
Inhaber Lutz Pieconka
Telefon 04361/34 01
E-Mail mail@apotheke-am-neuen-markt.de