Erste Hilfe bei Sonnenbrand


Was hilft wirklich?
Erste Hilfe bei Sonnenbrand
Kzenon/ shutterstock
In der Sonne brutzeln - das gehört für viele zum Urlaub. Doch wer es übertreibt, riskiert einen Sonnenbrand.

Die momentanen Temperaturen verlocken wieder zum Sonnenbaden. Schön braun soll die Haut werden, doch häufig kommt krebsrot dabei raus. Auch Sonnencreme schützt nicht immer vor einem Sonnenbrand. Wie sich die Haut wieder beruhigt.

Verzögerte Beschwerden

Dass intensives Sonnenbaden der Haut schadet, ist allgemein bekannt. Doch selbst wer vorsichtig mit der Sonne umgeht und Sonnencreme verwendet, ist nicht immer vor einem Sonnenbrand gewappnet. Insbesondere helle Hauttypen sind gefährdet. Gerade während der Mittagsstunden ist die Sonne sehr intensiv. Hier reichen schon kurze Zeiträume in der direkten Sonne, um die Haut zu verbrennen.

Tückisch ist vor allem, dass sich die Beschwerden während des Sonnens noch nicht bemerkbar machen. Meist rötet sich die Haut erst einige Stunden später. Denn beim Sonnenbrand entzünden sich die Hautzellen, und bis sich die Entzündung ausbreitet, vergeht einige Zeit. Der Hautarzt Johannes Ring erklärt: „UV-Strahlen, vor allem die kurzwelligen, energiereichen UVB-Strahlen, treffen auf die oberste Hautschicht und die Zellen schütten in Folge Entzündungsbotenstoffe aus“. Bei einem Sonnenbrand erster Stufe ist die Haut nur leicht gerötet und brennt, bei Stufe zwei bilden sich Bläschen. 

Bewährte Hausmittel

Wenn die ersten Symptome auftreten, sollte man schnell handeln: Als erstes aus der Sonne gehen, falls noch nicht geschehen. Danach die Haut sanft kühlen. Dabei jedoch keine Coolpacks aus dem Gefrierfach verwenden, denn diese sind zu kalt und statt einem Sonnenbrand droht eine Erfrierung. Besser Umschläge oder Tücher in kaltem Wasser tränken, auswringen und auf die gerötete Haut legen. Auch kalte Wickel mit Quark oder Joghurt eignen sich, um die Haut zu kühlen und Feuchtigkeit zu spenden. Verbrannte Haut verliert viel Flüssigkeit, deshalb zusätzlich viel trinken.

Hilfe aus der Apotheke

Wer den Sonnenbrand früh bemerkt, kann 1000 Milligramm Acetylsalicylsäure einnehmen, der zum Beispiel in Aspirin enthalten ist. Dieser Wirkstoff bremst das Verbreiten der Entzündungsbotenstoffe. Aber Achtung: Acetylsalicylsäure verdünnt das Blut und kann Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten haben. Auch Kinder sollten keine Acetylsalicylsäure einnehmen. Lassen Sie sich im Zweifel in der Apotheke beraten.

Lotionen oder Gele mit Hydrokortison lindern die Beschwerden eines Sonnenbrands, wenn man sie auf die gereizte Haut aufträgt. Rezeptfreie Produkte sind in Ihrer Apotheke erhältlich. Bei stark schmerzender Haut, dicken Bläschen oder Fieber sollten Sie einen Arzt aufsuchen, der ein stärkeres Medikament verschreibt.

Ein Sonnenbrand klingt meist innerhalb einer Woche ab. So lange sollten Sie die betroffenen Hautstellen nicht der Sonne aussetzen. Um weiteren Verbrennungen vorzubeugen, meiden Sie die Mittagssonne, tragen Sie Schutzkleidung und benutzen Sie Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor. 

News

Neue Empfehlung zur Dengue-Impfung
Neue Empfehlung zur Dengue-Impfung

Reisen in Risikogebiete

Von Thailand bis in die Karibik: Denguefieber-Infektionen drohen in zahlreichen Reisegebieten. Bisher empfiehlt die STIKO die Impfung nur Personen, die sich bereits einmal damit infiziert haben. Die Deutsche Gesellschaft für Reisemedizin sieht das anders.   mehr

Was hilft beim Einschlafen?
Was hilft beim Einschlafen?

Geräusche oder Musik

Probleme beim Einschlafen sind weit verbreitet. Manche Menschen versuchen, sich mit entspannender Musik oder Geräuschen in den Schlaf zu wiegen. Funktioniert das?   mehr

Finger weg von Lachgas!
Jugendlicher füllt Lachgas aus einer Kartusche in einen Luftballon

Nervenschäden möglich

In kleine bunte Ballons verpackt kommt Lachgas erst einmal recht harmlos daher. Außerdem ist es günstig, leicht zu beschaffen und legal – alles Eigenschaften, die es als Partydroge bei Jugendlichen sehr beliebt macht. Doch wie bei jeder Droge drohen auch bei Lachgas ernste gesundheitliche Folgen.   mehr

Beim Entwässern auf Natrium achten
Beim Entwässern auf Natrium achten

Vorsicht mit Diuretika

Entwässerungsmittel werden bei vielen Erkrankungen eingesetzt. Eine Wirkstoffgruppe, die Thiazide, führt häufig zu einem Natriummangel im Blut. Und das vor allem zu Beginn der Therapie.   mehr

Brustkrebs-Risiko wird nicht erhöht
Brustkrebs-Risiko wird nicht erhöht

Ob Fehlgeburt oder Abtreibung

Abtreibung führt zu Brustkrebs! Diese Parole wird seit Jahren immer wieder ins Feld geführt, um schwangere Frauen von einem Abbruch abzuhalten. Dass das nicht stimmt, wird durch eine finnische Studie erneut untermauert.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Nahrungsergänzungsmittel

Bild einer Frau, die Nahrungsergänzungsmittel in der Hand hält

Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe – viele Menschen, die ihrer Gesundheit etwas Gutes tun möchten, greifen auf Nahrungsergänzungsmittel zurück. Nicht ohne Grund: Gegen zahlreiche Beschwerden ist der Nutzen von Vitamin- und Nährstoffpräparaten gut belegt. Doch woran erkennt man eigentlich einen Vitaminmangel? Und in welchen Lebensmitteln sind die einzelnen Nährstoffe enthalten? Die Antworten finden Sie hier! Anschauliche Steckbriefe informieren über die beliebtesten Nahrungsergänzungsmittel.

Mehr erfahren

Heilpflanzen A-Z

Heilpflanzen

Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

Mehr erfahren
Apotheke am Neuen Markt
Inhaber Lutz Pieconka
Telefon 04361/34 01
E-Mail mail@apotheke-am-neuen-markt.de